Navigation

Wie Veränderung zum Erfolg führt – Strategien für Unternehmen - Teil 2a

Eine Informationsreihe der NATHUSIUS GmbH über Unternehmensoptimierung – Teil 2a
„Unternehmensoptimierung – Warum?“

 

Rückblick auf den Beginn dieser Info-Reihe

Am 15. Juli 2015 habe ich im Teil 1 dieser Informationsreihe angekündigt, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten einen tiefen Einblick in die Themen Change-Management, Unternehmensoptimierung und Entwicklung von Führungskräften geben werde – die Kernkompetenzen der NATHUSIUS GmbH. Außerdem werde ich Ihnen einige moderne Methoden vorstellen, die ich mir in den letzten 25 Jahren immer wieder neu angeeignet und bereits erfolgreich angewendet habe. Mit Unternehmensoptimierungen im In- und Ausland – zuletzt in Mali/Afrika – sowie mit permanenten Ausbildungen bei der IHK oder dem Coaching von Führungskräften in verschiedenen Bereichen stellt die NATHUSIUS GmbH ihre Expertise immer wieder unter Beweis – durch nachhaltige und messbare Entwicklungen.

Der Teil 1 „Unternehmensoptimierung – Ihr Nutzen“ befasst sich mit folgenden Themenschwerpunkten:

  • Arbeitsschritt 1: Erheben der Ursache für die Unternehmensoptimierung
  • Arbeitsschritt 2: Festlegen der Ziele
  • Beispiele für den Nutzen für das Unternehmen

Die NATHUSIUS GmbH setzt zur Planung und Durchführung der Optimierung „Projektmanagement“ ein und zur Formulierung der Ziele die „SMART-Methode“.

 

Im heutigen zweiten Teil dieser Informationsreihe geht es im Wesentlichen um die Beantwortung der Fragen

  • „Warum sollten sich Unternehmen optimieren, selbst wenn – oder gerade weil - es ihnen heute gut geht?“ und
  • „Warum ist Unternehmensoptimierung ein Teil der Unternehmensstrategie und damit zur Aufgabe für das oberste Management?“

Ich werde aufzeigen, dass es beileibe nicht die alleinige Meinung der NATHUSIUS GmbH ist, dass sich viele Unternehmen spätestens heute für die Zukunft aufstellen sollten. Es ist vielmehr die Meinung von mittlerweile sehr vielen hochrangigen Politikern, Vertretern aus der Wirtschaft und von Wissenschaftlern. Immer dringender wird deren Appell:

„Investieren Sie heute in Ihr Unternehmen“

Und es werden jeden Tag mehr Unternehmen, weil gerade in Deutschland viel zu wenig in die Entwicklung der Unternehmen investiert wird. Warum dennoch (zu) wenig getan wird, darauf werde ich später im folgenden Teil 2b eingehen.

 

„Wie Veränderung zum Erfolg wird – Strategien für Unternehmen“
Teil 2a „Unternehmensoptimierung – Warum?“

 

Der Aufruf aus den Wirtschaftstagen 2014 und 2015

Einmal im Jahr veranstaltet der Wirtschaftsrat der CDU e. V., ein bundesweit organisierter unternehmerischer Berufsverband mit derzeit rund 11.000 Mitgliedern, den Wirtschaftstag. Mit 2.500 Teilnehmern und rund 300 internationalen Gästen aus Politik und Wirtschaft gilt der Wirtschaftstag als größte Veranstaltung dieser Art in der Welt.  In diesem Jahr (s. mein Bericht vom 30.6.2015) stand der Wirtschaftstag unter dem Motto


„Aufbruch statt Zukunftsangst:
Reformen für Deutschland und Europa“

Schon aus dem Motto können wir gemeinsam die ersten Schlüsse ziehen:

  • Gerade in Deutschland herrscht eine erhebliche Zukunftsangst. Sie ist in den letzten Jahren so groß geworden, dass im internationalen Umfeld bereits der feststehende Begriff der „German Angst“ geprägt wurde. Diese Angst hält viele Menschen – Mitarbeiter und Unternehmer – in ihrem Bann und verhindert selbst notwendige Investitionen. Dies lässt sich mit Zahlen belegen (s. u. „Zahlen, die sehr nachdenklich machen“) und hat psychologische Ursachen (s. Teil 2b „Ursachen, warum (zu) wenig investiert wird“).
  • Es wird zum Aufbruch aufgerufen. Bereits im letzten Jahr wurde auf dem Wirtschaftstag 2014 immer wieder darauf hingewiesen, dass Deutschland und sehr viele deutsche Unternehmen zu wenig investieren. In einigen Bereichen wie der Digitalisierung oder gar der Forschung haben wir bereits heute den Anschluss an die Weltspitze verloren. Wir scheinen uns in einer Art „Dornröschenschlaf“ zu befinden, während weite Teile der Welt immer mehr Fahrt aufnehmen und an Dynamik in ihrer eigenen Entwicklung gewinnen.
  • Der bereits zitierte Appell „Investieren Sie heute in Ihr Unternehmen“ war schon 2014 auf dem Wirtschaftstag immer wieder zu hören. Jetzt, gerade mal ein Jahr später, ist er zum Motto der gesamten Veranstaltung geworden. Das mag überraschen. Wenn man jedoch in den letzten zehn Jahren die deutsche Unternehmenslandschaft und deren Entwicklung beobachtet hat, dann weiß man, dass diese Tendenz schon vor 10 Jahren begonnen hat. Es scheint ein Phänomen zu sein, dass Entwicklungen wie dieser Reformstau - oder der demografische Wandel - so lange ignoriert werden, bis es (eigentlich) zu spät ist.

 

Zahlen, die sehr nachdenklich machen

  • Seit mehr als 10 Jahren sind in Deutschland die Investitionen geringer als die Abschreibungen. In anderen Worten: Seit mehr als 10 Jahren reduziert die deutsche Wirtschaft ihre eigene Substanz. Es handelt sich also nicht um einzelne Unternehmen, die so vorgehen, sondern um die Mehrheit.
  • Ebenfalls seit 10 Jahren stagniert die Produktivitätssteigerung. Das ist bei steigendem (internationalem) Wettbewerb und sinkenden Halbwertzeiten äußerst riskant. In verschiedenen Branchen ist sogar ein Absinken der Produktivität zu beobachten (z. B. im öffentlichen Bereich oder speziell im Gesundheitswesen). Das sind lebendige Beispiele für „Stillstand ist Rückschritt“.


In welcher Richtung liegt unsere Zukunft?

  • Wissenschaftliche Studien belegen, dass – ebenfalls seit einigen Jahren – den Unternehmen ungefähr 38% der Leistungsfähigkeit beständig verloren gehen. Hauptursache sind ungelöste Konflikte in der Führungsebene und der gesamten Belegschaft.
  • Eine der Ursachen dafür ist, dass ca. 85-90% der Mitarbeiter mit disziplinarischer Verantwortung „Vorgesetzte“ sind und keine „Führungskräfte“. „Vorgesetzte“ haben weder die Methoden noch den Mut, um Konflikte zu lösen. Sie haben erst Recht nicht den Mut, Veränderungen oder Optimierungen zu initiieren und damit Investitionen einzuleiten. Das aber geht auf Kosten der Unternehmen und sogar auf Kosten der eigenen Arbeitsplatzsicherheit dieser Vorgesetzten. Dessen sind sie sich in der Regel nicht bewusst.
  • Unbesetzte Personalstellen führen schon heute in der deutschen Wirtschaft zu einem Verlust von ca. 70 Mrd. € pro Jahr. Oft ist der Grund, dass der demografische Wandel zu lange unterschätzt wurde. Die Organisation in der Personalbeschaffung und die Strategie des Unternehmens für Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung wurden nicht frühzeitig genug aufgesetzt. Neben dieser weiterhin existierenden Baustelle gibt es aber schon heute weitere Risiken für die Zukunft: Digitalisierung, Industrie 4.0, Gesellschaft 4.0 um nur einige zu nennen.

Wenn Sie sich diese Zahlen vor Augen führen, dann verstehen Sie, warum die eigene Unternehmensoptimierung immer und immer mehr zu einem strategischen Faktor wird. Unternehmensoptimierung, Veränderungen des eigenen Unternehmens, um sich für die Zukunft aufzustellen, ist heute Aufgabe für das oberste Management. Dort – und in der Regel nur dort - sind der notwendige Weitblick, die erforderliche Führungskompetenz und der Mut zu komplexen, mit Risiko behafteten Entscheidungen gegeben. Die Ebenen darunter sind aufgrund der Entwicklungen gerade in den letzten zwei/drei Jahrzehnten oft überfordert, sich den neuen, immer komplexer werdenden und immer schneller wiederkehrenden Herausforderungen zu stellen.

Ich beglückwünsche jedes Unternehmen, das diese Hürden bereits genommen hat. Es handelt sich bei dem Thema „Aufbruch statt Zukunftsangst“ aber nicht um „Hürden“ einzelner weniger Unternehmen. Es handelt sich vielmehr um ein allgemeingültiges Problem, so allgemeingültig, dass es zum Motto der größten Unternehmerveranstaltung der Welt genügt. Dann kann es nicht allen Unternehmen so gut gehen, dass sie nichts tun sollten oder müssen. Warum wird dann aber oft lange, manchmal sogar zu lange gewartet? Warum werden die Potentiale nicht gehoben? Warum lassen sich manche Unternehmen die durchaus mögliche höhere Effizienz und größere Gewinne entgehen? Dafür gibt es eine Vielzahl von menschlichen, weil psychologischen Gründen.

Im nächsten Beitrag dieser Informationsreihe der NATHUSIUS GmbH werde ich „Ursachen, warum (zu) wenig investiert wird“ aufzeigen. Außerdem werde ich „Weitere Gründe, um sich heute für die Zukunft aufzustellen“ anführen. Mit dem heutigen Teil 2a und dem nächsten Teil 2b möchte ich Denkanstöße geben. Der Teil 2b erscheint in zwei bis vier Wochen an gleicher Stelle! Bis dahin eine gute Zeit und viel Erfolg bei der Beantwortung der Frage „Starten wir unsere Zukunft heute?“